30 Tipps für erfolgreiche Werbetexte – Teil 4

Noch mehr Tipps für Sie „30 Tipps für erfolgreiche Werbetexte – Teil 1, Teil 2 und Teil 3

  1. Setzen Sie die bewährte AIDA-Formel ein

Die AIDA-Formel ist ein vierstufiges Textgerüst, mit dem Sie ein Mailing oder einen Werbetext zusammensetzen können.

AIDA steht für:

    • Attention (Aufmerksamkeit) – Die Aufmerksamkeit des Kunden wird erregt. Das machen Sie in der Regel mit einem großen Versprechen, das Sie in der Überschrift geben.
    • Insight (Einsicht), früher: Interest (Interesse) – Der Kunde interessiert sich für Ihr Angebot. Er möchte mehr erfahren und liest weiter.
    • Desire (Verlangen) – Sein Verlangen, das Produkt zu besitzen, wird geweckt. Durch die Emotionen und Bilder, die Sie in Ihrem Text erzeugen, will er das Produkt haben.
    • Action (Handeln) – Sie haben Ihren Kunden so weit überzeugt, dass er schließlich Ihr Produkt kauft.
  1. Formulieren Sie starke Headlines und Sublines

Welches Werbemittel Sie auch nutzen, ob Anzeige, Werbebrief, Internetauftritt oder Imagebroschüre, die erste Frage des Betrachters lautet: Lohnt es sich für mich, diese Werbung anzuschauen? Was bringt mir das?

Deshalb sind die Überschrift (Headline) und die Zwischenüberschriften (Sublines) in einem Werbetext von entscheidender Bedeutung. Headlines und Sublines sollten einen Nutzen versprechen, originell sein und Lust auf mehr Informationen machen.

Je mehr Emotionen dabei geweckt werden, desto besser. Wir glauben zwar, nur mit dem Kopf zu entscheiden – in Wirklichkeit hat jedoch der Bauch das Sagen. Wenn Sie Gewöhnliches ungewöhnlich ausdrücken und Ungewöhnliches gewöhnlich, ist schon viel gewonnen. Besonders wichtig ist die Überschrift bei Anzeigen, denn sie entscheidet, ob sie gelesen oder überblättert wird.

Genau aus diesem Grund sollten Sie Ihre wichtigsten Informationen auch in Zwischenüberschriften unterbringen. Das erleichtert erstens die Lesbarkeit Ihres Textes enorm, und zweitens springen diese Zwischenüberschriften den Leser förmlich an.

Findet er einen Abschnitt, der ihn interessiert, stehen die Chancen hoch, dass er auch den Rest Ihres Textes liest.

  1. Bullet Points oder Aufzählungen

Bullets oder Aufzählungen sind ein Stilmittel, um das Lesen Ihrer Texte zu erleichtern. Sie eignen sich, um wichtige Stellen Ihres Textes hervorzuheben.

Sie könnten z. B. kurz und prägnant die wichtigsten Vorteile Ihres Produktes in Form von Bullets präsentieren.

    • Vorteil 1
    • Vorteil 2
    • Vorteil 3
    • Vorteil 4
    • usw.

Verwenden Sie für Bullets keine langen Sätze, sondern lediglich kurze, stichwortartige Aussagen.

  1. Ihr Text ist nie perfekt

Wenn Sie einen Werbetext schreiben, verwenden Sie niemals den ersten Entwurf! Ein Werbetext muss reifen wie ein guter Wein.

Wenn der erste Entwurf fertig ist, legen Sie ihn beiseite und vergessen Sie ihn. Zumindest über Nacht. Und dann machen Sie sich an die Überarbeitung. Sie werden immer wieder Stellen finden, die Sie verbessern können.

Auch hier gilt: Übertreiben Sie es nicht!

Sie können wochenlang an Ihrem Werbetext herumbasteln – er wird nie perfekt sein. Lassen Sie Ihren Text lieber von Freunden und Bekannten lesen und bitten Sie um eine ehrliche Meinung. Fragen Sie: Würdest du das Produkt kaufen? Spricht dich dieses Angebot an?

Wenn mehrere Leute dieselben Punkte bemängeln, wissen Sie, woran Sie arbeiten müssen.

  1. Die richtige Präsentation

Auch ein wunderbar formulierter Text bleibt ohne Erfolg, wenn er falsch präsentiert wird. Achten Sie immer auf eine gute Lesbarkeit: Arbeiten Sie bei Fließtexten mindestens mit Schriftgröße 10, bei Überschriften mindestens mit Schriftgröße 12. Im Printbereich ist bei längeren Beiträgen die Schriftart ‚Times New Roman‘ oder eine andere Schriftart mit Serifen zu empfehlen. Nach Möglichkeit sollten Texte immer mit schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund stehen. Bunte Schriften und Hintergründe sind zwar ein ‚Hingucker‘, lassen den Text aber oftmals unangenehm ‚flimmern‘. Die Konsequenz: Der Leser steigt aus!

Bei Texten auf Ihrer Homepage oder in Ihren Newslettern sind die genannten Regeln ebenfalls anzuwenden: Diese Inhalte werden von Ihren Kunden in der Regel direkt am Bildschirm gelesen, was für das menschliche Auge sehr anstrengend ist. Online-Texte werden daher meist nur überflogen. Hier kommt es also auf besonders kurze und treffende Formulierungen und eine ‚freundliche‘ Präsentation an: Nutzen Sie als Schriftart am besten ‚Arial‘ oder ‚Verdana‘. Die Spaltenbreite Ihrer Texte sollte 12 Zentimeter nicht überschreiten. Gliedern Sie auch Ihre Online-Inhalte und lockern Sie diese nach Möglichkeit mit multimedialen Inhalten wie Fotogalerien, Clips und Sounds auf!

Der gute Rat zum Schluss: Arbeiten Sie an sich

Wenn Sie es verstehen, Texte zu schreiben, die Ihre Besucher zu begeisterten Käufern machen, sind Sie schon einen großen Schritt weiter als die meisten anderen.

Aber Werbetexten ist kein Handwerk, das Sie über Nacht erlernen können. Es erfordert jahrelange Erfahrung, Texte zu schreiben wie die Profis in dieser Branche. Deshalb ist es wichtig, dass Sie an sich arbeiten.

Machen Sie das, was die besten Werbetexter der Welt immer wieder empfehlen: Lesen Sie erfolgreiche Werbetexte und schreiben Sie sie ab! Nicht einmal oder zweimal. Nein – zehnmal oder zwanzigmal. So bekommen Sie ein Gefühl für den Aufbau, die richtigen Worte, die Stimmung, die Struktur eines guten Werbetextes.

Das spiegelt sich in Ihren eigenen Texten wider. Und in Ihrem Erfolg.

In unserem nächsten Beitrag erfahren Sie mehr zu Schreibstilen in Werbebriefen.

 

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