30 Tipps für erfolgreiche Werbetexte – Teil 3

Noch mehr Tipps für Sie „30 Tipps für erfolgreiche Werbetexte – Teil 1 und Teil 2″

  1. Sagen Sie Ihrem Leser, was er tun soll

Nehmen Sie Ihren Besucher an die Hand und leiten Sie ihn durch Ihren Verkaufsbrief. Menschen sind es gewohnt, Anweisungen entgegenzunehmen. Deshalb sollten Sie ihm möglichst viel Denkarbeit abnehmen. Sagen Sie ihm genau, was er tun soll. Wenn Sie ein Produkt verkaufen wollen, dann sagen Sie ihm auch klar und deutlich Klicken Sie hier, um das Produkt zu kaufen. Oder Klicken Sie hier, um sich für den Newsletter anzumelden. Fordern Sie Ihren Leser auf, die von Ihnen gewünschte Handlung vorzunehmen.

  1. Benutzen Sie Verben statt Substantive

Hier steht ein Baum. Dort steht ein Auto. Und da steht eine Frau. Die drei Sätze wirken statisch und wenig konkret. Verwenden Sie Verben, die Dynamik erzeugen: Hier wächst ein Baum. Dort parkt ein Auto. Und da wartet eine Frau. So einfach machen Sie Ihre Texte interessanter. Ersetzen Sie also Substantivierungen wie das Erarbeitenbeim Aufbauendurch Fokussieren oder gar dank dem Zustandekommen durch Verben.

  1. Weglassen oder zumindest mit Vorsicht zu genießen

Modalwörter: Wir können Ihnen helfen eventuell mehr zu verkaufen klingt weniger selbstbewusst als Wir holen Ihre Verkaufszahlen aus dem Keller. Der Einsatz von Modalwörtern wirkt nicht positiv in einem Werbeanschreiben. Schmeißen Sie Modalwörter so konsequent wie möglich aus Ihrem Vokabular: können, dürfen, müssen, wollen, sollen, mögen, schlechterdings, vielleicht, möglicherweise, glücklicherweise, leider, zweifellos, sicherlich, kaum, bestimmt, hoffentlich … Argumentieren Sie vor allem bei Werbeschreiben aus einer Position der Stärke. Das schafft beim Leser Sicherheit und Vertrauen.

Füllwörter: Vermeiden Sie Wörter, die Ihre Sätze unnötig in die Länge ziehen. Streichen Sie sie aus Ihrem Text: in etwa, irgendwie, sowieso, ganz, etwas, eigentlich, nämlich, übrigens, also, auch, noch, demnach. So liest sich Ihr Text kürzer und knackiger. Irgendwie, sozusagen, ja nun, wirklich, grundsätzlich, gewissermaßen, selbstredend, schlichtweg, insbesondere, regelrecht, üblicherweise und überhaupt – wann immer möglich: solche Worte streichen! Wenn Sie das Gefühl haben, der Satz sei dann nicht mehr lang genug und brauche noch eine Vertiefung, dann ist er vielleicht ganz entbehrlich.

Hilfsverben schränken ein, schwächen ab, spülen weich: können, mögen, sollen, dürfen, möchten, wollen, würden. Sie sind zwar nicht überflüssig, aber meist verwässern sie den Text, ohne dabei wirklich nützlich zu sein.

Verben müssen zudem ’schwitzen‘, also eine bildhafte Tätigkeit ausdrücken. Vermeiden Sie also haben und sein so oft wie möglich. Fahren Sie Papierverben zurück: führen, durchführen, erfolgen, bestehen, liegen, vorliegen, sich befinden, es geht um, ausgehend von …

  1. Formulieren Sie positiv

Bestimmte Worte und Formulierungen kommen bei (potenziellen) Kunden nicht gut an: müssen, sollen, veranlassen, aber, nur, erst, jedoch, hoffentlich, zu gegebener Zeit, gewähren, beachten, generell, leider. Formulieren Sie wenn möglich immer positiv, also z. B. statt: Vor Mittwoch können wir Ihnen die Unterlagen leider nicht zukommen lassen schreiben Sie: Sie erhalten die Unterlagen bis nächsten Donnerstag.

  1. Formulieren Sie aktiv statt passiv

Hier geht es um einen ähnlichen Sachverhalt wie bei den Modalwörtern. Viele Menschen benutzen den Passiv, weil er weniger verbindlich ist: Damit Ihre Projekte effizient realisiert werden. Schreiben Sie lieber: Wir realisieren Ihre Projekte effizient.

  1. Bauen Sie Ihren Werbetext aus einzelnen Elementen zusammen

Wer wenig Zeit hat, liest meist nur Anfang und Ende Ihres Werbebriefs. Platzieren Sie deshalb alle wichtigen Informationen an diesen strategisch günstigen Stellen. Die weniger wichtigen kommen in die Briefmitte.

Der Leser fragt sich immer wieder: Lohnt es sich, den Anzeigentext oder Werbebrieftext oder Broschürentext zu lesen oder nicht? Um diese Frage zu beantworten, suchen sich die Kundengehirne Anhaltspunkte wie Überschriften, Zwischenüberschriften, Bildunterschriften, hervorgehobene Textinhalte (Unterstreichung, Fettdruck, Kursivschrift), Absätze, Einrückungen, Kästchen oder farbige Unterlegungen.

Nutzen Sie diese formalen Kennzeichnungen, um die wichtigsten und interessantesten Punkte hervorzuheben. Dann haben die Leser die Möglichkeit, innerhalb von wenigen Sekunden abzuchecken, ob der Werbetext für sie interessant ist. Aber nicht übertreiben.

Die wichtigsten Elemente eines erfolgreichen Werbetextes sind:

Headline – also die Überschrift: Das ist das Erste, was ein potenzieller Kunde sieht, und das wahrscheinlich wichtigste Element eines guten Verkaufstextes. Hier erregen Sie die Aufmerksamkeit Ihres potenziellen Kunden.

Der Einstieg: Hier wecken Sie das Interesse Ihres Lesers. Zeichnen Sie ein Bild vor seinen Augen. Wie sein Leben besser, erfolgreicher oder was auch immer werden wird, wenn er weiterliest.

Body Copy – der eigentliche Text: Hier erzählen Sie Ihrem Leser von all den Vorteilen, die er haben wird, erzeugen Emotionen, führen Beweise an und stellen Ihr Produkt als die Lösung all seiner Probleme vor.

Angebot: Sagen Sie dem Leser ganz konkret, was Sie ihm zu welchem Preis anbieten, und versüßen Sie ihm das Angebot durch einen Bonus.

Garantie: Geben Sie Ihrem Besucher eine Garantie, die seine emotionale Kaufentscheidung rationalisiert. Das heißt, er muss sich sicher sein, dass er nichts zu verlieren hat und sein Geld wiederbekommt, wenn ihm Ihr Produkt nicht gefällt.

Schluss: Zählen Sie hier noch mal die wichtigsten Vorteile Ihres Produktes auf. Betonen Sie die Garantie und fordern Sie ihn zum Handeln auf. Unterschreiben Sie den Verkaufsbrief.

Appell!!!: Viele Werbeanzeigen, Werbebriefe und Promotions scheitern am Schluss. Nach der bekannten ‚AIDA-Formel‘ (Attention, Interest/Insight, Desire, Action; siehe Tipp 26) sollte jede gute Werbemaßnahme mit einem Hinweis enden, was der Leser tun soll. Also: beim Händler eine Probefahrt machen … noch heute ohne Risiko bestellen … beim nächsten Einkauf darauf achten … Ohne einen solchen Hinweis weiß der Leser nicht, was er tun soll. Die Werbebotschaften laufen ins Leere!

PS: Das PS können Sie dazu verwenden, um eventuell einen noch nicht genannten Vorteil zu betonen. Oder noch einen Bonus. Oder um Dringlichkeit zu erzeugen. Mit einem Zusatzanreiz (z. B. Vorteil bei Sofort-Bestellung), einer Zusicherung, dass der Leser kein Risiko eingeht (z. B. Geld-zurück-Garantie), und einer nochmaligen Aktivierung steigern Sie den Erfolg von Werbebriefen.

Noch mehr Tipps, wie Sie mit dem Leser sprechen, lesen Sie im letzten Teil unserer Reihe „30 Tipps für erfoglreiche Werbetexte – Teil 4″

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